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Sargfabrik

Verein für integrative Lebensgestaltung
Goldschlagstraße 169, A-1140 Wien
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www.sargfabrik.at
kulturhaus@sargfabrik.at

Programm

11.3

LUCA CIARLA QUARTET (Italien, Albanien)

Jazz, Klassik und Tradition

Luca CIARLA - Violine
Luciano BIONDINI - Akkordeon
Redi HASA - Cello, Bass
Antonio FRANCIOSA - Perkussion


Violinist, Pianist und Komponist Luca Ciarla ist einer der einfallsreichsten und kreativsten Künstler seiner Generation und gilt als aufsteigender Stern in der Jazz-Welt. Seine Auftritte haben den vielseitigen Globetrotter bereits quer durch Europa bis nach Australien, Asien und Amerika geführt. Doch egal ob Jazz-, World- oder Klassik-Fans: Kritik wie Publikum schätzen die höchst originellen Melodien und Arrangements, in denen zeitgenössischer Jazz seine Färbung von klassischer Musik bekommt und sich wunderbar mit der traditionellen Musik von Ciarlas Heimat Süditalien ergänzend zu einem faszinierenden, neuen mediterranen Sound zusammenfließen.

Seinem derart verehrten Quartett gehört auch Luciano Biondini an, der in der SARGFABRIK bereits vor einem Jahr für einen fulminanten Auftritt gemeinsam mit Michel Godard und Ernst Reijseger sorgte. Der italienische Akkordeonist zählt seit Jahren und Jahrzehnten zu den bekanntesten Jazzmusikern der europäischen Szene. Mehrfach Akkordeon-Weltmeister war er lange Zeit als klassischer Musiker tätig. Nach einer mehrjährigen Pause fand er über die Improvisation zur Musik zurück. Seither begeistert er sowohl als Solist, als auch im Duo mit dem argentinischen Saxophonisten Javier Girotto, mit einem eigenen Trio oder in den Besetzungen von Rabih Abou-Khalil oder TubaTuba (beide zusammen mit Godard).

In Koproduktion mit 11. internationales Akkordeon Festival

Beginn: 20:00 / Eintritt: 20,-

18.3

KLAUS PAIER TRIO (Österreich)

Dragonfly - CD-Präsentation / Simply more than jazz

Klaus PAIER - Akkordeon, Bandoneon
Stefan GFRERRER - Bass
Roman WERNI - Schlagzeug, Perkussion


"In den Kompositionen von Klaus Paier finden sich all jene Einflüsse und Stilelemente wieder, mit denen sich der Akkordeonist im Laufe seiner bisherigen Karriere auseinandergesetzt hat: Die komplexe Spontaneität des Jazz, die temperamentvolle Leidenschaft des Tango Nuevo, das disziplinierte Moment europäischer Klassik, die vielschichtige Tradition europäischer Volksmusik. Mit einer geradezu selbstverständlichen Hingabe lotet er die verschiedenen Facetten dieser Musik lustvoll aus." (Jörg Konrad)

Die Besetzung Akkordeon/Bass/Schlagzeug ist dabei eine eher selten anzutreffende Kombination von Instrumenten. Doch seit vielen Jahren erweisen sich Stefan Gfrerrer und Roman Werni dabei als unglaublich sichere musikalische Begleiter und ausgewiesene Solisten in Personalunion. Die drei bilden eine in sich ruhende Band, die durch Geschlossenheit besticht. Ihre kammermusikalisch dichte Interaktion trägt die Musik - mal filigran und fragmentarisch, dann wieder üppig und rauschhaft - in eine vollkommen zeitfremde Atmosphäre.

Für die CDs "Movimiento" und "Live" wurde das Klaus Paier Trio für den Amadeus Award nominiert. An dem Abend wird zudem die DVD "on stage back stage" präsentiert.

In Koproduktion mit 11. internationales Akkordeon Festival

Beginn: 20:00 / Eintritt: 20,-

23.3

KOUYATÉ / NEERMAN (Mali, Frankreich)

Dialog von Holz und Metall / Simply more than jazz

Lansiné KOUYATÉ - Balafon
David NEERMAN - Vibraphon
Antoine SIMONI - Bass
David AKNIN - Schlagzeug


Sie werden eher selten zusammengebracht oder stehen gar als Solo-Instrumente im Vordergrund: Lansiné Kouyaté, der Mandinka-Balafon-Virtuose aus Mali und der französisch-britische Vibraphonist David Neerman führen einen sensiblen, entfesselten Dialog von Holz und Metall. Es gelingt ihnen die beiden verwandten Instrumente aus der Familie der Stabspiele gemeinsam erklingen zu lassen - gleichzeitig so nah beieinander und dann doch so weit von einander entfernt in Bauweise, Klangcharakteristik, Spieltechnik und Repertoire.

Die Begegnung von Balafon und Vibraphon lebt von Wechselspiel und Kontrast: hier der warme, archaisch anmutende Sound, da das Kühle, Unwirklichere des mal harten, verzerrten bis sphärisch schwebenden Post-Jazz. Im brüderlichen Musizieren verbinden die beiden Mallet-Meister Afro-Beats, lyrischen Modernjazz à la Gary Burton, Experimente mit elektronischen Verfremdungen, Dub und repetitive, sich in einander windende Muster der Minimal-Music. Hohe Improvisationskunst, die unmissverständlich in der traditionellen afrikanischen Musik wurzelt mit wirbelnden westlichen Harmonien.

Auf der einen Seite also Freigeist Neerman, unterwegs in seiner eigenen Umlaufbahn innerhalb der Kreativszene. Mitglied im Quintett der koreanischen Sängerin Youn Sun Nah ist er genauso zuhause im zeitgenössischen Post-Jazz wie er sich zurechtfindet in den urbanen Klängen der spontanen Spoken Word-Performances von Anthony Joseph & The Spasm Band. Sein Verständnis und seine Neugier erstrecken sich auf alle Arten von Musik, von Morton Feldman bis Sonic Youth, ständig auf der Suche nach Neuem ist er ein Experimental-Musiker par excellence.

Auf der anderen das einstige Wunderkind Kouyaté, der in jungen Jahren bereits mit dem Nationalorchester seiner Heimat auftrat. Später begleitete er mehrere Jahre die Tourneen von Salif Keita und kooperierte mit Größen wie Mory Kanté, Baaba Maal, Dee Dee Bridgewater, Omar Sosa aus Kuba und der senegalesischen HipHop-Formation Positive Black Soul. Auch Kouyaté ist ein kühner Experimentierer, der von Béjarts Ballet bis Joe Zawinul die alten, traditionsreichen Klänge des Balafons mit den verschiedensten Sprachen der E- und U-Musik verbindet.

Zuletzt sorgten Kouyaté-Neerman für große Sensation, als sie auf Einladung von Damon Albarn bei der Africa Express Party in Paris gemeinsam mit Ms. Dynamite spielten.

“A new language rises from their dialogue” (Télérama).

Mit freundlicher Unterstützung von Institut Francais

Beginn: 20:00 / Eintritt: 20,-

25.3

AUFSTRICH (Österreich)

Explodierende Musikenergie

Julia LACHERSTORFER - Violine, Stimme
Elisabeth HASENBURGER - Violine, Stimme
Horst LACKINGER - Saxophon, Stimme
Irene FROSCHAUER - Viola, Stimme
Laura WÖSCH - Kontrabass, Stimme


Auf und unterm Strich - Aufstrich, das ist geballtes Talent und taktgenau explodierende musikalische Energie: eine fünfköpfige Hydra, in der die Kraft eines Symphonieorchesters steckt. Und der Groove einer Bluesband, der Swing einer Jazz-Combo, der Charme eines Jodeltrios, die Eleganz einer Tangokapelle, die Virtuosität eines A-capella-Chors. Aufstrich produziert die unterschiedlichsten Töne - und hat einen Ton: einen einzigartigen, unverwechselbaren Ensembleklang. Niemand sonst entfaltet solchen Schwung und strahlenden Frohsinn, soviel sinnliche Heiterkeit, hemmungsloses Tanzdelirium und hintersinnige Ironie wie Aufstrich. Und doch ist untergründig immer der melancholische Grundton hör- und spürbar, der die Wiener Kunst seit jeher auszeichnet. Das ist der Aufstrich-Ton. Unmöglich, davon nicht berührt zu werden. Unterm Strich: Man hat es nicht leicht mit dem Aufstrich. Man kann ihn nicht einfach so mögen: Man muss ihn lieben. (Christian Schneider)

Beginn: 20:00 / Eintritt: 17,-

8.4

MUNDO URBANO (Brasilien)

Brazilian Instrumental Music / Global-Lokal

Luis LEITE - Gitarre, Elektronik
Luis RIBEIRO - Perkussion


Mit virtuosem Spiel, kompositorischer Neugierde und Offenheit für neue technische Mittel schaffen die beiden brasilianischen Instrumentalisten eine aufregende Neudeutung der Musik ihrer Heimat. Typische Rhythmen wie Baiao, Frevo, Maracatu, Samba, Choro und die enorme Vielfalt der modernen brasilianischen Instrumentalmusik werden zur Ausgangsbasis ihrer grenzüberschreitenden Entdeckungen neuer Musikrichtungen.

Bei ihrem ausgereiften Gemisch aus zartmelancholischen Melodien und explosiven Percussion-Strukturen verschmelzen Folklore und Jazz mit viel Erfindungsgeist, der Akustik und Elektronik in einen spannenden Dialog treten lässt: Eine Handvoll Loops hier, ein paar Samples und elektronische Effekte da, während gleichzeitig der akustische Klangreichtum erkundet wird. Die durchwegs eigenen Kompositionen sind raffiniert und originell arrangiert. Intensive Musik in zeitgenössischem Gewand - sehr stimmig und dynamisch! Mit einem halben Jahr Verspätung nun doch endlich in der SARGFABRIK!

Beginn: 20:00 / Eintritt: 17,-

10.4

NIGUN feat. STEVEN BERNSTEIN & MATT DARRIAU (Ungarn, Usa)

Klez-Jazz

András PÁRNICZKY - Gitarre
Steven BERNSTEIN - Trompete, Zugtrompete
Matt DARRIAU - Altsaxophon, Klarinette
Péter NAGY - Bass
György JESZENSZKY - Schlagzeug


Ungarns Klezmer-Jazz-Band Nummer eins hat zwei ganz große Künstler zur Tour gebeten - Trompeter Steven Bernstein (Sex Mob) und Klezmatics Grammy Gewinner Matt Darriau. Der Saxophonist und Klarinettist hat soeben ein Album gemeinsam mit Nigun aufgenommen, sein Hintergrund ist stark in der Musik des Balkans, im Klezmer, aber auch der keltischen Tradition verwurzelt, die er in einem Avantgarde-Kontext behutsam neu zu definieren pflegt. Als ständiger Gast der New Yorker Jazz-Szene bereichert er selbige mit seinem wachen Erfindungsgeist. Nicht weniger umtriebig ist Steven Bernstein unterwegs, der als musikalischer Leiter von John Luries Lounge Lizards bekannt wurde. Der Trompeter, Arrangeur und Komponist bewegt sich außerhalb aller musikalischen Konventionen und arbeitete mit unzähligen KünstlerInnen zusammen wie Marianne Faithfull, Bill Frisell, Don Byron, David Murray, Sting, Medeski, Martin & Wood.

Werden im amerikanischen Jazz also durchaus osteuropäische Traditionen wachgerufen - man denke auch an John Zorn und die MusikerInnen seines Labels Tzadik, so verfolgt in Europa die Band Nigun als eine der ganz wenigen diese Linie. 2001 vom ungarischen Gitarristen András Párniczky gegründet, sind die Ursprünge ihrer Musik in der tiefen Spiritualität der gleichnamigen religiösen Melodien sowie im modernen Jazz zu finden. Genreüberschreitender Klez-Jazz!

Mit freundlicher Unterstützung von Collegium Hungaricum

Beginn: 20:00 / Eintritt: 20,-

14.4

VICTOR DÉMÉ (Burkina Faso)

Westafrikanische Chansons / Songs and beyond

Ali DIARRA - Perkussion
Salif DIARRA - Kora
Moussa DIABATE - Bass
Youssouf DIABATE - Gitarre
Victor DÉMÉ - Stimme, Gitarre


Nach über dreißig Jahren auf der Bühne veröffentlichte Victor Démé 2008 sein spätes Debüt-Album. Das schillernde Mosaik aus Folk- und Bluesmelodien, gefühlvollen Mandinka-Balladen, kubanischen Latin-Rhythmen und Flamenco bescherte dem burkinischen Sänger auf Anhieb internationale Beachtung. Die musikalische Begabung hat er von seiner Mutter geerbt, die als Griot die Geschichten der Vorfahren singend an die Kinder weitergibt. Aufgewachsen in Burkino Faso und an der Elfenbeinküste machte sich Victor Démé in den Clubs der Metropolen einen Namen und gewann verschiedene Nachwuchspreise. Obwohl er stets an eigenen Kompositionen arbeitete, war er lange Zeit darauf angewiesen, Klassiker von bekannten KünstlerInnen wie Salif Keita oder Mory Kanté zu interpretieren. Erst die Gründung seines eigenen Labels sowie ein improvisiertes Studio ermöglichten dem 46-jährigen die eigenen Aufnahmen. Der kleine Mann mit der unglaublichen Stimme singt in der Sprache Dioula von Solidarität und Toleranz, die Geschichten in seinen Liedern handeln vom Alltag der Menschen seiner Heimat und zollen oftmals den Frauen den geschuldeten Respekt.

Das Konzert wird auf Ö1 gesendet
Mit freundlicher Unterstützung von Institut Francais


Beginn: 20:00 / Eintritt: 25,-

22.4

THEODOSII SPASSOV & HEAVENLY STRINGS (Bulgarien)

Kavalvirtuose

Theodosii SPASSOV - Kaval, Trompete
Doroteya DIMITROVA - Geige
Ana IVANOVA - Geige
Mihaela PAVLOVA - Viola
Jolanta DELIBOZOVA - Cello
Smila STOEVA - Perkussion


Auch in der traditionellen Musik Bulgariens erobern Frauen zunehmend männliche Domänen - z.B. die Instrumentalmusik. Theodosii Spassov, die Graue Eminenz des bulgarischen Ethno-Jazz, hat exklusiv für dieses SARGFABRIK-Konzert ein String-Quartett zusammengestellt plus Perkussionistin Smila Stoeva.

Ein Klangerlebnis der anderen Dimension darf erwartet werden: der dionysische Zusammenklang von Strings, der traditionellen Flöte Kaval und Perkussion, atemberaubend schnell, wild, rhythmisch komplex, melodisch märchenhaft und von jazzerprobter Improvisation durchsetzt. Vier klassisch gebildete Frauen treffen sich mit Gentleman-Kavalero Theodosii Spassov (der bereits öfters in der SARGFABRIK zu Gast war, unter anderem mit Mino Cinelu und Glen Moore) im fruchtbaren, unendlich weiten Grenzland zwischen Volksmusik, Jazz und Kammermusik.

Weltpremiere!
In Kooperation mit Balkan Fever Festival 2010


Beginn: 20:00 / Eintritt: 20,-

29.4

SVETLANA SPAJIĆ GROUP (Serbien)

Zeitlos hypnotische Stimmgewalt

Svetlana SPAJIĆ - Stimme
Minja NIKOLIC - Stimme
Dragana TOMIC - Stimme, Kaval
Zorana BANTIC - Stimme


Svetlana Spajić is not just and foremost a singer of traditional ethnic music, but a phenomenon whose imposing stage and artistic presence reveals deep, obsessive and elemental dedication and effort to restore contact with the greatest themes in the history of Western civilisation: Eros and Thanatos. (Melita Jurkota)

Die mit Abstand stimmgewaltigste "Roots-Sängerin" Serbiens ist zugleich eine anerkannte Liedforscherin und spürt seit 18 Jahren seltene und vergessene Songs aus serbischen Communitys außerhalb Serbiens, wie der Krajina, Dalmatiens, des Kosovo und Mazedoniens auf. Niemand kennt wie sie die feinen regionalen Unterschiede balkanisch-dörflichen A-cappella-Gesangs, seine Verzierungen und Techniken. Dennoch verweigert sich Svetlana Spajić dezidiert jeder nationalistischen Vereinnahmung. Und anders als viele "Folklore-AkademikerInnen" ist sie eine Interpretin von unglaublicher Stimmkraft und geradezu hypnotischem Bühnencharisma - somit erhebt sie uraltes lokal gebundenes Liedgut zu zeit- und ortloser Kunst. In den 90er Jahren gründete sie die Frauenensembles Moba und Drina, größere Bekanntheit erlangte sie 2000 durch ihr CD-Debüt "Živa voda" (mit Minja Nikolic). Seither hat sie mit Belo Platne, Bokan Stankovic, Boban Markovic, Boris Kovac, Marina Abramovic, Yanka Rupkina, Domna Samiou, Stella Chiweshe, Andrew Cronshaw, Ian Blake und Tigran Aleksanyan zusammengearbeitet. Erstmals wird sie sich nun in Wien mit ihrem Frauen-A-cappella-Quartett präsentieren.

In Kooperation mit Balkan Fever Festival 2010

Beginn: 20:00 / Eintritt: 20,-

6.5

SAVINA YANNATOU & PRIMAVERA EN SALONICO (Griechenland)

Veredelte Tradition / Songs and beyond

Savina YANNATOU - Stimme
Kostas VOMVOLOS - Kanunaki, Arrangements
Yannis ALEXANDRIS - Oud, Gitarre
Michalis SIGANIDIS - Kontrabass
Kyriakos GOUVENTAS - Violine, Viola
Kostas THEODOROU - Perkussion
Haris LAMBRAKIS - Nay, Flöten


Eine neue griechische Göttin des Gesangs. Die Musikkritik überbietet sich seit Jahren, um schließlich doch vor dieser Stimme zu kapitulieren: "Savina sang like the angels. Like the nightingales. I have no words to describe it."... Savina Yannatous Stimme und Gestaltungskraft sind wirklich ein außerordentliches Geschenk. (Jazz Podium)

Savina Yannatou’s dark, sweet voice suggested the glimmer of the first star at dusk. (New York Times)


Savina Yannatou ist eine jener äußerst seltenen Sängerinnen, deren Individualität in jedem Genre brilliert, sich jedoch nicht vor ihr musikalisches Material drängt, wenn sie sich uralter Liedtraditionen annimmt. Diese werden nicht an den in Griechenland populären Popfolk verraten, auch nicht an ethnologischen Akademismus, sondern durch behutsame Innovation zu ewiger Gültigkeit veredelt. Mit ihrem Ensemble Primavera en Salonico erschloss sie sich eine panmediterran-orientalische Musiksprache - vom Melos spanischer und italienischer Songs bis zu den modalen Maqams des Vorderen Orients, von den ungeraden Rhythmen und Polyphonien des Balkans über Rebetiko und spanisch-sephardische Lieder Salonikis bis zu den Mughams Aserbeidschans und noch östlicherer Regionen. Zugute kommt ihr dabei ihre Erfahrung in Alter Musik und Jazz, die auch ihr großartiges Ensemble unter Leitung von Kostas Vomvolos auszeichnet.

Savina Yannatou studierte Gesang am Nationalkonservatorium in Athen und später an der Guildhall School of Music and Drama in London. Ihre musikalische Karriere startete sie 1979. Es war nur eine Frage der Zeit, dass diese sowohl bewahrende als auch experimentelle Musikerin mit ihrem ätherischen und doch vitalen Stimm- und Bandsound ins "Imperium" von Manfred Eichers Label ECM eintrat, auf welchem sie seit Jahren ihre von der Kritik ausnahmslos bewunderten CDs veröffentlicht. Savina Yannatou bildet übrigens ein reguläres Duo mit dem österreichischen Saxofonisten Gerald Preinfalk.

In Kooperation mit Balkan Fever Festival 2010

Beginn: 20:00 / Eintritt: 25,-

20.5

PRISTUP (Österreich)

Pa[ra]nnonien / Global-Lokal

Christian BAKANIC - Akkordeon
Vladimir BLUM - Gitarre
Hannes LASZAKOVITS - Kontrabass


Pannonien war der Name einer römischen Provinz. Pannonien heute ist jedoch weit mehr als das: Ein Lebensgefühl aus Sonne, Kultur, Wein, gutem Essen, scharfen Gewürzen - und nicht zuletzt ein Kunterbunt aus verschiedenen Sprachen und Kulturen. Rund um Christian Bakanic (Folksmilch, Beefolk), der als einer der herausragendsten Akkordeonisten Österreichs schon in den verschiedensten Formationen in der SARGFABRIK zu Gast gewesen ist, vereinigen der Südburgenländer, ein Wiener aus Belgrad mit leicht deutschem Einschlag und ein in Wien gebürtiger Burgenland-Kroate mit ungarischen Wurzeln pannonisches Flair mit der Musik der Großstadt - sei es nun Beograd, Zagreb, Budapest, Wien oder wo auch immer. Verwurzelt in einer sehr europäischen Tradition des Komponierens und Musizierens zeigen die drei ihren sehr persönlichen Zugang (kroatisch und serbisch: Pristup) zu sehr unterschiedlicher Musik: Pannonien, leicht entartet, Pa(ra)nnonien eben. So wie die gleichnamige erste CD.

Beginn: 20:00 / Eintritt: 17,-

10.6

SILVIA IRIONDO (Argentinien)

Liedermalerei / Songs and beyond

Silvia IRIONDO - Stimme
Federico ARRESEYGOR - Piano
Juan Pablo FRANCISCONI - Perkussion
Horacio Mariano HURTADO - Kontrabass


Silvia Iriondo gilt seit langem als d i e Erneuerin der argentinischen Volksmusik. Die Sängerin und einstige Sozialarbeiterin präsentiert eine wunderschöne musikalische Reise durch ihre Heimat von der brasilianischen Grenze bis zur Spitze Feuerlands. Aus allen Ecken des Landes sammelt sie die Lieder zusammen, Gesänge der indigenen Bevölkerung Patagoniens ebenso wie populäre Volkstänze. Silvia Iriondo malt geradezu ein Bild Argentiniens, Klavier, Bass und Perkussion spielen jene intimen und ausgeklügelten Arrangements, die schon auf viele KünstlerInnen wie Mercedes Sosa, Dino Saluzzi oder den brasilianischen Komponisten Egberto Gismonti so anziehend wirkten. Für ihn enthüllt ihre Stimme Vergangenes wie Zukünftiges, allerorts wird sie geschätzt wegen ihrer einfachen und unaufgeregten Herangehensweise, aus der auf einmal ein Bukett deliziöser vokaler Harmonien hervorquellt und üppig überrascht. Nach fünf Jahren endlich wieder in der SARGFABRIK zu hören!

Beginn: 20:00 / Eintritt: 20,-

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