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Sargfabrik

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24Mai2012

ERIK MARCHANDS KREIZ BREIZH AKADEMI (Bretagne, Frankreich)

Fundstuecke

Erik MARCHAND - Gesang, Leitung
Rozenn TALEC, Fanch OGER - Gesang
Etienne CABARET - Bassklarinette / Mathieu CONAN - E-Gitarre
Alexandre GILLES - Tenorsaxophon, Bombarde / Dylan JAMES - E-Bass
Timothée LE BOUR - Saxophone / Youenn LE CAM - Trompete
Yann LE CORRE - Keyboard, Akkordeon / Jean-Marie NIVAIGNE - Schlagzeug
Rafaelle RINAUDO - Elektrische Harfe, Qanun

Beginn: 20:00   Eintritt: € 25 / Stud. € 15  

Dem bescheidenen bretonischen Multitalent Erik Marchand (einer der besten Kan ha diskan-Sänger, Gründungsmitglied der Kultgruppe Gwerz, ursächlich am Klarinetten-Revival in der Bretagne beteiligt und unterwegs zu Crossover-Sessions in der ganzen Welt) scheinen die Ideen und Projekte niemals auszugehen. Nach seinen diversen Abenteuern mit Musik aus Indien, Südosteuropa, dem orientalischen Raum, Sardinien oder Galizien und die Zusammenarbeit mit Musikern wie Titi Robin, Mehdi Haddad, Paolo Fresu und anderen hat er vor einiger Zeit eine bretonische "Big-Band" ins Leben gerufen, die auf den Namen Kreiz Breih Akademi hört.
In der tatsächlichen Akademie werden einmal im Jahr junge bretonische Musiker in einem mehrwöchigen Workshop zusammengefasst und unter Mitwirken von großen Meistern anderer Kulturen wie Ibrahim Maalouf, Bojan Z., Thierry "Titi" Robin, Ross Daly, Keyvan Chemirani, Yair Dalal oder Karim Ziad angeleitet. Dementsprechend auch die Qualität der dabei entstehenden Arrangements.
Oral tradierte Themen aus der bretonischen Musiktradition werden mal jazziger, mal traditioneller, mal rockiger oder mal orientalischer berarbeitet. Das Ergebnis sind immer kraftvolle satte Sounds mit überwältigender Energie und Originalität - von jungen MusikerInnen in höchster Qualität dargebracht, die in der Akademie allesamt durch eine exzellente Schule gehen. Musik voll fremdartiger Reize und überraschender Klänge, ohne dabei die bretonische Bodenhaftung zu verlieren.

Noch nie war die Kreiz Breizh Akademi außerhalb Frankreichs live zu sehen und zu hören. Österreich-Premiere für eines der derzeit aufregendsten Worldmusic-Projekte Europas!
30Mai2012

SHANGYIN TRIO (China, Neuseeland, Deutschland)

Fundstuecke

Xu FENGXIA - Sanxian (chinesisches "Banjo"), Guzheng (chinesische Zither), Stimme, Komposition
Hayden CHISHOLM - Saxophon
Michael KIEDAISCH - Perkussion

Beginn: 20:00   Eintritt: € 20 / Stud. € 12  

Xu Fengxia ist eine international berühmte chinesische Multiinstrumentalistin in den Bereichen traditionelle und moderne chinesische Musik. Sie wurde in Shanghai geboren, begann schon mit 7 Jahren das Spiel auf chinesischen Zupfinstrumenten. Seit ihrer Übersiedlung nach Deutschland ist sie höchst erfolgreich in verschiedenen Bereichen wie Neue Musik, Jazz, Improvisation, Film und Tanz tätig. Neben der Pflege traditioneller chinesischer Musik ist ihr die Begegnung mit Musikern der Improvisierten Musik und des Jazz sehr wichtig. Von unzähligen Kooperationen sei hier v.a. die Zusammenarbeit mit Peter Kowald, die Mitwirkung in Baby Sommers Quartett "Percussion und Strings" oder ein aktuelleres Projekt mit Peter Brötzmann und Lucas Niggli genannt.
Immer mehr setzt Xu Fengxia auch ihre Stimme ein und verblüfft mit Vokaleinlagen, in denen die unterschiedlichsten asiatischen Gesangstechniken glaubhaft und überzeugend zu tragen kommen.

Im Trio präsentiert Xu Fengxia mit "westlichen" Musikern alte chinesische Songs, die sie mit Hilfe ihrer vielfältigen musikalischen Erfahrungen zu ganz neuer Lebendigkeit erweckt. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Ausbildung eines erneuerten Ensembleklangs, der die traditionellen chinesischen Elemente zwar noch erkennen lässt, sie aber nicht einfach kopiert.
Hayden Chisholm aus Neuseeland und Michael Kiedaisch aus Deutschland - selbst in verschiedenen Musikbereichen aktiv - teilen die musikalische Grundhaltung und Intention Xu Fengxias und verbinden im ShangYin Trio verschiedene Kulturen, Kontinente und Zeiten jenseits platitüdenhaften Crossovers.
Juni 2012
6Jun2012

ORGES & THE OCKUS-ROCKUS BAND (Albanien, Ukraine, Österreich)

Songs and beyond

Orges TOCE - Gesang, Gitarre
Hanibal SCHEUTZ - Kontrabass
Christian EBERLE - Schlagzeug
Andrej PROZOROV - Saxophone, Klarinette

Beginn: 20:00   Eintritt: € 18 / Stud. € 11  

Balkan Beat mit einer großen Prise Rock’n Roll, Jazz und Gipsymusic. So ließe sich die Musik dieser albanisch-österreichischen Band vielleicht am besten beschreiben. Man ist mitgerissen von der Energie und dem pumpenden Sound dieser Band, die einem gar keine andere Wahl lässt, als die Beine zu bewegen. Da knallen einem Disco-Beats mit Gipsy-Basslines um die Ohren. Die Rockabilly-Gitarre bedient gewollt Klischees. Gerne spielen sie auch anarchisch und lassen den Einsamen Wolf raushängen. Doch wenn der raue Gesang, der nur mit Paulo Contes alkoholgetränkter, swingender Stimme zu vergleichen wäre, einsetzt und auf Albanisch Geschichten erzählt, weint der Himmel.

Orges Toce, Sänger, Leader und Gitarrist dieser Truppe ist ein Weltenbürger, der im kommunistischen Albanien der 80er Jahre aufwuchs, ein paar Jahre in Spanien lebte und danach nach Österreich kam. Seine Songs handeln von all dem und heißen "Zhul" ("Dreck") womit TiranasStraßen gemeint sind oder "Scheiss‘ auf Korruption", die in seinem Heimatland nach wie vor herrscht und die Politik maßgeblich bestimmt. Die Romantik stirbt zuletzt und Lieder wie "Vajze cigane" (Gipsy Mädchen) und "Karrocae vjeter" (Der alte Caravan) lassen seine Balkan-Seele mit viel Hoffnung zurück. Seine Mitmusiker sind allesamt "Gstandene" der Wiener Szene. Da ist Hanibal Scheutz von den 5/8 in Ehr‘n am Bass, Christian Eberle von der Jazzwerkstatt Wien am Schlagzeug und der aus der Ukraine stammende Saxophonist Andrej Prozorov (Fatima Spar, Bulut)

So vielschichtig Albaniens Geschichte ist, so farbenprächtig ist auch die Musik von Orges & The Ockus-Rockus Band. Eine kurzweilige, oft witzige, spannende und erfrischende Neuentdeckung in der Wiener Musikszene.
7Jun2012

DONAUWELLENREITER

World

Thomas CASTANEDA - Klavier, Melodika
Maria CRAFFONARA: Stimme, Violine
Niko ZARIC - Akkordeon

"Berührend", "entschleunigend", "mitreißend", "intim" - so lauten die ersten Reaktionen auf das neue Oeuvre der Donauwellenreiter.

Das Trio Donauwellenreiter bewegt sich in seinem Debütalbum "Annäherung" an den Grenzen von E- und U-Musik, nimmt Anleihen bei Minimal-, Pop-, World- und improvisierter Musik. Verspielte Sound-Miniaturen finden sich zwischen pulsierenden Popsongs ebenso wieder wie empfindsame Klavierlieder und orchestral angelegte Klangseen.
Die ladinischen, tirolerischen und serbischen Texte bilden eine Hommage an den Facettenreichtum des Lebens - ohne jede Scheu davor, auch Schwächen, die unser Mensch-Sein prägen, zu thematisieren.

Das Debütalbum "Annäherung" ist das Produkt einer intensiven Arbeit zu den jeweils identitätsstiftenden Eigenschaften von Musik. Drei Musiker aus unterschiedlichen Kulturen, die nach Wien kamen, um sich musikalisch Ausdruck zu verleihen, fanden in ihrem Drei-Personen-Kammerorchester des 21. Jahrhunderts zu sich und zueinander, und entwickelten als Donauwellenreiter einen eigenen, unverkennbaren Stil.

Die CD "Annäherung" ist ab 24.2.2012 im Handel erhältlich.
Anschließend an das Konzert gibt es eine Release-Feier.

Beginn: 20:00   Eintritt: € 18 / Stud. € 11  

jazzland bis tunnel