Samstag, 22. November 2014

AMIT CHATTERJEE ALLIANCE (USA, Österreich)

Fusion

Amit CHATTERJEE - Gitarre, Synthesizer, Gesang
Peter DeGIROLAMO - Keyboards
Franco MARINO - Bass
Walter SITZ - Schlagzeug
Beginn: 20:00
Eintritt: € 20 / Stud. € 12  
 
Amit Chatterjee war der langjährige Gitarrist und Sänger des Joe Zawinul Syndicates und hat mit Größen wie Sting, David Liebman, Trilok Gurtu, Carlos Santana, Mike Clark und vielen anderen zusammengearbeitet. Bei seiner regen Tätigkeit als Gastmusiker rund um den Globus, lernte er schließlich die anderen drei Musiker der Band kennen, die er 2007 zur "Alliance" vereinte, um damit seine eigenen Werke zu präsentieren. Peter DeGirolamo an den Keyboards und Franco Marino am Bass sind äußerst gefragte Musiker in Italien und der Österreicher Walter Sitz stand bereits mit Joe Zawinul, Karl Ratzer, Reinhard Fendrich, Georg Danzer, Mamadou Diabate uvm. auf der Bühne.
Die Kompositionen des indisch-amerikanischen Musikers Amit Chatterjee zeugen von seinem eklektizistischen Umgang mit europäischer und amerikanischer Harmonik, klassischer nordindischer Melodik und anderen originären Musiken aus aller Welt. In diesem Jahr erschien "My Dearest One", die erste CD der Amit Chatterjee Alliance. Gemeinsam sind sie u.a. beim DU World Jazz Festival in Dubai, dem Jazzinec Festival in Trutnov (CZ) oder in Tiflis aufgetreten.
Die "Alliance" ist für Chatterjee das perfekte Vehikel, seine künstlerische Philosophie, unterschiedliche Strömungen zu einer natürlichen neuen musikalischen Form zusammen zu führen, umzusetzen. Das Ergebnis lässt sich am ehesten als energetische World-Jazz-Fusion beschreiben!
 

Donnerstag, 27. November 2014

STEPHANIE NILLES & THE MAGIC NUMBER (USA)

Songs, Jazz

Fred KENNEDY - Schlagzeug
Matt WIGTON - Bass
Stephanie NILLES - Klavier, Gesang
Zach BROCK - Violine
Beginn: 20:00
Eintritt: € 22 / Stud. € 13  
 
Im Frühjahr 2014 bewies sie mit ihrer wuchtigen Performance im Rahmen des American Songbirds-Konzerts, dass sie einen eigenen Konzertabend verdient! Stephanie Nilles kommt mit ihrem Quartett wieder, allesamt brillante Musiker und Gratwanderer zwischen Jazz/Blues/Folk und mehr und ebenso wie Nilles bereit, dem Publikum alles zu geben.
Die Sängerin, Songwriterin und Pianistin Stephanie Nilles ist eine Ausnahmeerscheinung in der dicht bevölkerten Welt des amerikanischen Singer-Songwritertums. Eine Individualistin, die anderes zu bieten hat als das Gros ihrer Kollegen.
Als eine der "fesselndsten Jazzpiano- und Loungepunk-Künstlerinnen seit Tom Waits" wurde sie bezeichnet, denn das Zusammentreffen klassischen Jazz-Hipstertums mit aktueller Rebellen-Intellektualität ist bei Stephanie Nilles Programm.
Nilles wächst in der Nähe von Chicago auf, wird zunächst klassische Musikerin, bis sie es satt hat zweihundert Jahre alte Meisterwerke zu perfektionieren, zieht im Alter von 22 Jahren nach New York, taucht dort in die Anti-Folk-Bewegung des East Village ein, trifft auf viele Jazzmusiker und fasst schließlich den Mut, auch eigene Texte zu vertonen. So findet sie über Poetry Slams und Open Mic Sessions den Weg zurück auf die Bühne. Sie geht auf Tour und lebt dafür. Unterwegs im Auto zu Auftritten in Bars und Clubs, in Wohnzimmern und Coffee Houses - quer durch die Vereinigten Staaten, mittlerweile auch durch Europa. Die unprätentiöse Jazzpoetin ist eine wache Person und ein politischer Mensch, belehren und predigen will sie nicht, anregen und unterhalten hingegen schon. Die Musik ist vielschichtig und von geheimnisvoller Anziehungskraft. Wie ein phosphoreszierendes Nesseltier in tiefer See. Leuchtend schön, doch nicht ohne Gefahrenpotential.
 

Freitag, 28. November 2014

MOSA SISIC & GYPSY EXPRESS (Österreich)

Gypsy

Josef BRACHNER - Gitarre, Flöte
Jasmina SISIC - Keyboard, Gesang
Radko MITROVIC - Bass
Mosa SISIC - Violine, Stimme
Miki SISIC - Perkussion, Schlagzeug
Chico SISIC - Gitarre
PERICA - Perkussion
Beginn: 20:00
Eintritt: € 18 / Stud. € 11  
 
Mosa Sisic stammt aus einer Roma-Musik-Dynastie, die seit vielen Generationen Virtuosen hervorbringt. Mit fünf beginnt er Geige zu spielen und ist von frühester Jugend an von einer emotionalen Art des Musizierens geprägt. Vom Bedürfnis getrieben, auch die innersten Gemütsbewegungen in Musik auszudrücken und das eigene Erlebnis mit anderen zu teilen, verwundert es nicht, dass seine Band vielfach aus Familienmitgliedern besteht, mit denen sich spontan musizieren lässt.
Sisic, der sechs Jahre am Konservatorium in Wien studierte, ist ein wahrer Meister seines Instruments. In seinen ganz persönlichen Stil integriert er eine Reihe moderner Richtungen: Das Fundament fest in der Romamusik verankert, sind ebenso Einflüsse aus der Welt des Orients und des Balkans zu entdecken. Gerade im Zusammenspiel mit anderen Musikern setzt Sisic sein Kunstverständnis der Romatradition fort - nämlich Einflüsse anderer Kulturen und Genres in die Musik aufzunehmen und zu verarbeiten, ohne die eigenen Wurzeln zu vergessen.
Harmonisch und rhythmisch von seiner Gruppe getragen, blühen Sisic’ fantasievollen Improvisationen erst so richtig auf. Die mitreißenden Kompositionen vermitteln sowohl Lebensfreude als auch Melancholie, seine Bühnenpräsenz zieht das Publikum im Handumdrehen in den Bann. Mit Liebe, aber auch Humor würzt Sisic seine energiegeladenen, stimmungsvollen und ausdrucksstarken Konzerte - so wird schon mal ein Kamm zum Geigenbogen, werden Tierstimmen imitiert oder zwei Geigen gleichzeitig gespielt.
Mosa Sisic ist längst eine "Institution" in der Wiener Musiklandschaft!
 

Samstag, 29. November 2014

ENSEMBLE HAMNAVAZAN (Iran)

Kurdische Liedtradition

Farid FARAJPOORY - Gesang
Rashed BABASHAHABI - Kamancheh
Khosro SOLTANI - Ney, Sorna, Balaban
Farshid GIRAKHOU - Violine, Kamancheh
Hamid OJAGHI - Daf, Dohol, Dayereh, Tombak
Beginn: 20:00
Eintritt: € 18 / Stud. € 11  
 
Das Ensemble Hamnavazan aus dem Iran widmet sich ganz der kurdischen Liedtradition.
Die kurdische Musik fußt auf einer epischen Gesangstradition, in der Geschichtenerzähler (Çîrokbêj), Sänger (Stranbêj) und Barden (Dengbêj) unterschieden werden. Charakteristisch sind die einfachen Melodien mit einem Umfang von nur drei oder vier Tönen, die in eine Liedform mit meist zwei Strophen verpackt werden. Der Großteil kurdischer Lieder sind Liebeslieder, aber auch Tanzmusik (Govend), Hochzeits- oder Arbeitslieder sind sehr beliebt.
Das iranische Meisterensemble Hamnavazan bringt die Jahrhunderte alte Tradition zum Klingen und entlockt den typisch kurdischen Instrumenten authentische Klänge. Perkussionist Hamidreza Ojaghi aus Teheran verführt und berührt europäische Ohren mit seiner orientalischen Fingerfertigkeit an Daf und Dohol. Seine im Stakkato fein ausgeführten Trommelschläge häufen sich wie rieselnde Sandkörner zu rhythmisch komplexen Geräusch-Dünen auf, schwellen ab und steigern sich aufs Neue. Der Autodidakt gilt als herausragender Instrumentalist an diversen persischen Schlaginstrumenten und ist gefragter Solist sowohl in Orchestern als auch kleineren Ensembles. Zurzeit studiert er Jazz-Schlagzeug in Wien.
Sänger und Ensembleleiter Farid Farajpoory wurde 1966 in der Stadt Sanandaj/Iran geboren. Seine künstlerische Arbeit begann er bereits mit 6 Jahren als Sänger bei Meister Hasan Kamkar. Neben anderen war er Mitglied der Musikgruppen "Farhang Honar" und "Jowan".
Viele der Werke des Ensembles stammen aus der Feder von Musikwissenschaftler, Komponist, Arrangeur und Kamanchehspieler Rashed Babashahi - zweifacher Preisträger des iranischen Komponisten-Wettbewerbes der Jahre 2005 und 2006.
Gemeinsam entfachen die kurdisch-iranischen Musiker ein Feuer exotischer Improvisationskunst.
 

Mittwoch, 3. Dezember 2014

MAJAMISTY TRIO (Serbien)

Jazz

Maja ALVANOVIC - Klavier
Istvan CIK - Schlagzeug
Ervin MALINA - Kontrabass
featuring Aleksandra DROBAC CIK - Gesang
Beginn: 20:00
Eintritt: € 18 / Stud. € 11  
 
"Kristallklare, bezaubernde Musik, die zum Nachdenken anregt.." (Thomas Conrad, JAZZ TIMES)
Das Majamisty Trio aus dem serbischen Novi Sad lotet den Raum zwischen Jazz und klassischer Musik aus. Durch das gelegentliche Verwenden der Stimme als völlig gleichwertiges Instrument stellen sie den konventionellen Aufbau des traditionellen Jazz-Klavier-Trios auf den Kopf und bauen so ihre Ausdrucks-
möglichkeiten weiter aus. Den lyrischen
Stil des Trios gibt die Pianistin Maja Alvanovic vor, deren langjährige Erfahrung in der klassischen Musik in Verbindung mit ihrer Liebe zum Jazz eine originelle Musik mit starkem Ausdruck und viel Gefühl hervorbringt. Inspiriert von der Schönheit ihrer Heimatstadt Belgrad, sind Alvanovic’ impressionistische Kompositionen sehr wohl auch mit musikalischen Verweisen auf das balkanische Erbe gewürzt.
Im August 2010 entsteht das Debüt-Album Mistyland im Studio des bekannten serbischen Komponisten Boris Kovac. Zehn der zwölf Kompositionen stammen von Maja Alvanovic selbst, eine weitere von ihrem Vater, und eine Nummer ist ein Cover von Errol Garners "Misty". "Höchste Virtuosität und kräftige Lyrik vereinen sich in Mistyland, einem Werk von subtiler Eleganz - Oft melancholisch, manchmal ausgelassen, aber immer bezaubernd, hat dieses Album seinen Platz unter den Besten im europäischen Jazz verdient." (Hrayr Attarian, ALL ABOUT JAZZ)
So wie Maja sind auch die Bandkollegen nicht nur in Jazz- und Improvisationsmusik angesiedelt: Bassist Ervin Malina ist zum Beispiel ständiges Mitglied des Vojvodina Symphonie Orchesters, Istvan Cik spielt bei Produktionen des serbischen Nationaltheaters Schlagzeug und Aleksandra Drobac Cik erkundet den Fado, Pop und Evergreens.
Majamisty Trio lädt die Besucher zu einem Spaziergang durch die Weite des Mistyland, die imaginäre Welt akustischer Gemälde, ein.

In Koproduktion mit Serbisches Kulturforum
 

Donnerstag, 4. Dezember 2014

LAS MIGAS (Spanien)

Flamenco

Marta ROBLES - Gitarre
Alicia GRILLO - Gitarre
Roser LOSCOS - Violine
Alba CARMONA - Gesang
Beginn: 20:00
Eintritt: € 25 / Stud. € 15  
 
Beim Flamenco spielen Frauen meist die Rolle der Tänzerinnen, den Ton geben sie eher selten an. Dabei kann Flamenco so weiblich sein. Las Migas sind der Beweis. Mit Marta Robles, Alicia Grillo, Roser Loscos und Alba Carmona setzt sich das Quartett ausschließlich aus Frauen zusammen. Das allein ist es aber nicht, was ihren Flamenco so frisch und avantgardistisch klingen lässt.
Las Migas lassen sich vom traditionellen Flamenco inspirieren, gehen aber über dessen Sprache hinaus. Die in Barcelona lebenden Musikerinnen aus Andalusien und Katalonien bringen zwei Gitarren, eine Geige, eine außergewöhnliche Stimme und ihre gesammelten Erfahrungen in die Musik ein. Marta und Alicia kommen vom Flamenco und der klassischen Gitarre, Roser von Tango, Zirkus- und Varietémusik, Alba von Fado, Jazz und Habaneras. Diese unterschiedliche Herkunft, die sie auf unterschwellige Weise durchschimmern lassen, macht Las Migas so faszinierend und zu einem gern gesehenen Gast auf den renommierten Bühnen Spaniens sowie auf Festivals in ganz Europa.
Handelt es sich bei Las Migas um eine Flamenco-Gruppe? Auf jeden Fall bedienen sie sich dieses Genres mehr als jedes anderen. Ihre Lieder sind jedoch eine ungewöhnliche Verschmelzung verschiedenster Stile, die auf eine außergewöhnliche Art und Weise miteinander im Einklang stehen. Populärmusik mit klassischen Wurzeln, lateinamerikanische und mediterrane Klänge kommen in einem wohlklingenden Zenit zum Vorschein. Las Migas sind ein Quartett mit eigener Identität und neuer Stimme. Der gefühlsintensive, betörende Gesang der jungen katalanischen Sängerin Alba Carmona bildet dabei den knallroten Faden, um den sich die sensibel und ausgewogen gestalteten Klänge der Instrumentalistinnen ranken. Feminin und vielseitig begeistern Las Migas mittlerweile das Publikum in ganz Europa. Sicher auch in der Sargfabrik!
 

Freitag, 5. Dezember 2014

JOE DRISCOLL & SEKOU KOUYATE (Guinea, USA)

African Pearls

Joe DRISCOLL - Gesang, Gitarren
Sekou KOUYATE - Gesang, Kora
James BREEN - Schlagzeug
John RAILTON - Bass
Beginn: 20:00
Eintritt: € 20 / Stud. € 12  
 
Manchmal passieren die besten Dinge einfach mal so: Für das französische Festival Nuits Métis in Marseille sollten Joe Driscoll und Sekou Kouyate zusammen improvisieren, und obwohl Driscoll kein Französisch und Kouyate kaum Englisch sprach, sprang der Funke der Inspiration über. Sekou Kouyate, ursprünglich aus Guinea und international bekannt durch die Band Ba Cissoko, erwarb sich den Beinamen "Jimi Hendrix der Kora" durch die ungewöhnliche Art, sein Instrument zu spielen: elektrisch verstärkt, mit verschiedenen Effekten, intensiv wie eine Leadgitarre und gänzlich immun gegen Genrebegrenzungen. Ignoranz gegenüber Genreschubladen ist auch ein Markenzeichen Joe Driscolls, der liebevoll "the gangsta with an iron lung" genannt wird. Musikalisch ist der gebürtige New Yorker von Bob Marley ebenso beeinflusst wie von Bob Dylan, und von den Hip Hop Legenden A Tribe called Quest gleichermaßen inspiriert wie von Led Zeppelin oder Nirvana. Ob auf großen Festivals oder in kleinen Clubs und Bars, überall auf der Welt berührt und bewegt Driscoll die Menschen mit seinen pointierten Lyrics, seinem smoothen Flow und satten Groove. Das Ergebnis der musikalischen Seelenverwandtschaft von Joe Driscoll & Sekou Kouyate ist eine so irre wie harmonische Fusion aus Afrobeat, Hip Hop, Folk und Reggae. Eine einfache Stilbeschreibung ist hier weder möglich noch nötig, die beiden Ausnahmemusiker halten es eben mit Louis Armstrong: "Es gibt nur zwei Arten von Musik: gute und schlechte. Es kommt nicht darauf an, was du spielst, sondern wie du spielst." Und in welche der beiden Kategorien die beiden gehören, ist glasklar.
 

Dienstag, 9. Dezember 2014

SÖNDÖRGÖ (Ungarn)

Gypsy-Spezialitäten

Áron EREDICS - Lead-Tambura, Tambura Samica, Derbuka, Gesang, Alt-Tambura
Benjamin EREDICS - Kontra-Tambura, Trompete, Gesang
Dávid EREDICS - Klarinette, Saxophon, Kaval, Tambura, Gesang
Salamon EREDICS - Akkordeon, Hirtenflöte, Tambura, Cello-Tambura
Attila BUZÁS - Bass-Tambura, Cello-Tambura, Tapan, Gesang
Beginn: 20:00
Eintritt: € 20 / Stud. € 12  
 
"Söndörgo are proving themselves to be one of Europe’s most versatile and exciting bands." (Simon Broughton, Songlines Magazine)
Mit Enthusiasmus, großer kultureller Bildung, aber auch einem coolen Image haben sich die fünf jungen Musiker von Söndörgö ihren verdienten Platz im Pan-optikum der World-Music-Sensationen erspielt. Im Gegensatz zur Geige, die in der traditionellen ungarischen Volksmusik den Ton angibt, steht bei Söndörgö die mandolinenähnliche Tambura im Mittelpunkt; das Instrument der serbischen und kroatischen Minderheit Ungarns.
1995 formierten sich Söndörgö und beschlossen, sich durch moderne Ideen, Arrangements und ein panbalkanisch-pannonisches Repertoire von bloßer Lokalfolklore zu emanzipieren, um im selben Aufwischen diesen kleinen, handlichen Mehrsaiter fulminant zu neuem Leben zu erwecken. Große Erfolge feierten sie bei bedeutenden Weltmusik-Festivals wie der Womex ebenso wie in edlen Konzertsälen.
Söndörgö ist eigentlich ein Familienprojekt: Außer Leader Áron Eredics und seinen zwei Brüdern Benjamin und Salamon spielen in der Band noch deren Cousin David und Freund Attila Buzás. "Die südslawische Musik ist unsere Muttersprache", bekennen die Musiker von Söndörgö unisono. Und wie authentisch, feurig und stets mitreißend man diese Muttersprache beherrscht, kann man an diesem Abend bei ihrem bereits zweiten Auftritt in der Sargfabrik erleben. Die außergewöhnliche ungarische Tambura Band wird dabei ihr noch 2014 erscheinendes Album "Tamburocket" präsentieren, das eine Zeitreise zwischen Archaik und Modernität in den Fußstapfen von Béla Bartök und Tihamér Vujicsics, dem Doyen der südslawischen Tambura-Musik, verspricht.
 

Mittwoch, 10. Dezember 2014

CATCH-POP STRING-STRONG (Serbien, Kosovo)

Duo DeLuxe

Rina KAÇINARI - Cello, Gesang
Jelena POPRZAN - Viola, Maultrommel, Gesang
Beginn: 20:00
Eintritt: € 20 / Stud. € 12  
 
Ihre in der Sargfabrik aufgezeichnete Debüt-CD Catch-Pop String-Strong wurde zum Verkaufsschlager des österreichischen Qualitätslabels col legno. Höchste Zeit, sie wieder für einen Live-Auftritt zu uns zu holen.
Mit ihrer einzigartigen Bühnenpräsenz, überraschenden Vokalvolten, komödiantischen Einlagen und ihrem für zwei Streichinstrumente ungewöhnlichen Groove steuern die serbische Bratschistin/Sängerin Jelena Poprzan und die Cellistin Rina Kaçinari aus dem Kosovo einige pikante Gewürze zum österreichischen Musikschaffen, aber auch zum "Wiener Schmäh" bei.
Ihr Repertoire reicht von balkanischem Folk über eigenwillig arrangierte Klassik und Improvisation bis zu Kurt Weill und Bert Brecht. Das Herz ihrer Darbietungen sind aber eindeutig ihre Eigenkompositionen.
"Fesselnde und über alle Maßen begeisternde Musik, die deutlich mehr 'Rock' in sich hat als viele Rockveröffentlichungen, die erfrischend verspielter erklingt als vieles im Jazz, der schlicht mehr Seele und Sanftheit inne ist als manches im Soul. Die Kompositionen der beiden Musikerinnen sind ein umwerfendes Beispiel dafür, was Wunderbares und Spannendes entstehen kann, befreit man sich erst einmal von allem musikalischen Scheuklappendenken." (Music Austria, Michael Ternai)
"Catch-Pop String-Strong heißt das derzeit wohl angesagteste Duo der Wiener Musikszene. Einfach genial!" (Der Falter, Miriam Damev)
"...überzeugen Poprzan/Kaçinari vor allem durch die expressive Wucht ihrer Musik: Dass ein vokal unterstütztes Streicher-Duo mitunter zu orchestraler Klangfülle befähigt ist, wird ebenso demonstriert wie kammermusikalische Akkuratesse, filigrane Grooves." (Der Standard, Andreas Felber)
 

Donnerstag, 11. Dezember 2014

MÜHLBACHER USW. (Österreich)

Jazz, Bigband

Gerald PREINFALK, Fabian RUCKER - Saxophone, Klarinetten
Aneel SOOMARY, Martin EBERLE, Lorenz RAAB - Trompete, Flügelhorn
Walter VOGLMAYR, Alois EBERL - Posaune
Wolfgang PFISTERMÜLLER; Gerald PÖTTINGER - Bassposaune
Cyriak JÄGER, Albert WIEDER - Tuba
Gerald SCHULLER - Orgel
Michael HORNEK - Keyboards
Martin NITSCH - Gitarre
Tibor KÖVESDI - Bass
Charly PETERMICHL - Electronics
Christian MÜHLBACHER - Leitung, Perkussion, Komposition
Lauro BANDEIRA DE SOUZA, Luis RIBEIRO - Perkussion
Willy WYSOUDIL - Vj
Ronny MATKY - Tontechnik
Stefan BECK - best boy
Christian MÜHLBACHER - Perkussion
Beginn: 20:00
Eintritt: € 20 / Stud. € 12  
 
Sehr treffend schreibt Ljubisa Tosic, Kulturredakteur des Standards, über MÜHLBACHER USW.:
"Definiert man den Jazz einmal streng als jene Kunstform, in der ein Maximum an Subjektivität geschätzt und individuelle Entfaltung angestrebt wird, könnte man eine Big Band für eine Art Genre-Fremdkörper halten. Quasi für ein trojanisches Pferd, mit dem ganz andere als diese hochgeschätzten Spieltugenden in die improvisationslastige Stilistik 'hineingeschummelt' werden. Uniformität und kollektiv-diszipliniertes Umsetzen von üppigen Notenmengen etwa. Elegant arbeitende Big-Band-Arrangeure und -Komponisten allerdings sind befähigt, eine Balance zwischen dem Freiheitsbedürfnis des Einzelnen und disziplinatorischer Anforderung zu finden, ohne auch schlechte Musikerlaune zu produzieren. Und hört man Christian Mühlbachers kompakte Großformation USW, kann man sich schwer des Eindrucks erwehren, hier sei dem Wiener Schlagzeuger und Komponisten gelungen, ein konzeptuelles Gleichgewicht zu finden. Stilistisch ist das Kollektiv flexibel unterwegs: Funkige 70er-Jahre und Ausflüge in sonnige Latinwelten können u. a. ebenso zur Basis für diese beeindruckende orchestrale Energiemaschine werden, wie mitunter auch nur ein episch angelegter, simpler Blues in Moll die elegische Rahmenatmosphäre abgeben kann. Sanft schweben dann Klangflächen einher, um sich schließlich zu riesigen Wellen von hoher Intensität umzuformen. Macht Eindruck, und man sieht auch: Mühlbacher verlässt sich nicht nur auf den wuchtigen Charme der Riesenbesetzung. Er formt sie sinnvoll und lässt zwischendurch auch Raum für individuelle Virtuosität und Exzentrik des Einzelnen. Womit auch dem Freiheitsdrang ein Gefallen getan wird. Einerseits. Mühlbacher weiß andererseits allerdings auch, dass eine Big Band letztlich doch nur Sinn macht, wenn sie auch ihre volle Klangpracht und rhythmische Energie zur Entfaltung bringt."
 

Freitag, 12. Dezember 2014

THEESSINK & MOLDEN (Österreich)

Blues, Songs

Hans THEESSINK - Gesang, Gitarre, Mandoline, Banjo, Mandola
Ernst MOLDEN - Gesang, Gitarre
Beginn: 20:00
Eintritt: € 25 / Stud. € 15  
 
Es gibt musikalische Konstellationen, denen bereits vor dem ersten gespielten Ton etwas Großes immanent zu sein scheint. Die Zusammenkunft zweier Musiker, die im jeweiligen Umfeld bereits Kultstatus errungen haben, kann nur in einem denkwürdigen Ereignis gipfeln. Hans Theessink und Ernst Molden genießen hierzulande bereits seit Jahren großes Ansehen als bedeutende Persönlichkeiten der muskalischen Landschaft.
Während der eine seine weltweit gerühmten Blues- und Americana-Kostbarkeiten ausgerechnet im Wiener Liebhartstal anfertigt und seit nunmehr fast 35 Jahren als reisender Bluesgitarrist durch die Welt zieht, hat der andere der Stadt Wien als poetischer Liedermacher auf unvergleichliche Art seine Stimme verliehen und das Wienerlied aus dem Grinzinger Ghetto befreit und in den Wilden Westen geführt: Hans Theessink, Großmeister der amerikanischen Roots-Musik, und Ernst Molden, Liedermacher und Dichter, sind ein Gespann, auf das viele Fans gewartet haben. Nach umjubelten gemeinsamen Auftritten, etwa beim Johnny-Cash-Tribute "No Cash No Hope 2009" oder im Rahmen der "Nacht für Georg Danzer 2011" spielen die beiden Künstler mit Outlaw-Songs und Gauner-Nummern zusammen erstmals ein abendfüllendes Programm. Zwischen nachtschwarzen Phantasien aus dem Mississippi-Delta und Raubergschichtn aus dem Wienerwald spannt sich ein weites, romantisches Land: Theessink und Molden untersuchen Hank Williams’ Verbindungen nach Ottakring ebenso wie die verblüffende Tatsache, dass die Wiener immer schon Hobos waren. Ein Abend im Zeichen großer Sehnsüchte und ihrer ganz beiläufigen Erfüllung.
 

Mittwoch, 17. Dezember 2014

MARINA ZETTL (Österreich)

Jazz

Thomas MAUERHOFER - Gitarren, Gesang
Jörg HABERL - Schlagzeug, Gesang
Marina ZETTL - Gesang, Klavier
Beginn: 20:00
Eintritt: € 18 / Stud. € 11  
 
Wirft man einen Blick auf den Tourplan von Marina Zettl, dann ist eines klar: der aus der Steiermark stammenden Sängerin ist es gelungen, sich Tür und Tor zu internationalen Bühnen zu öffnen. Mit beachtlichem Erfolg und in äußerst dichten Zeitabständen bespielt Zettl Clubs und Konzerträume in England, Deutschland, Irland, Italien, Kanada, den USA, den Niederlanden und natürlich auch der Heimat, Österreich.
Am Zettl-Mauerhofer-Haberl-Sound (Thomas Mauerhofer an der Gitarre und Jörg Haberl am Schlagzeug) werden Genre-Puristen nicht allzu großen Gefallen finden. Dafür agieren die Sängerin und ihre Mitmusiker viel zu offen und undogmatisch. Ihre Songs zeigen sich als sehr abwechslungsreich gehaltene Klang-erlebnisse, die, allen qualitativen Ansprüchen gerecht werdend, erstaunlich leichtfüßig und mit elegant charmanter Note daherkommen.
Ihre stilistisch irgendwo zwischen den Polen Jazz, Pop, modernem Liedermachertum und Soul angesiedelten Nummern finden sofort ihren Weg in die Gehörgänge, ohne dabei banal oder auswechselbar zu werden - und hier zeigt sich die wahre Stärke des Songwriter-Duos Zettl/Mauerhofer. Am ehesten lässt sich ihre Musik als eine vielschichtige, ideenreiche und moderne Version von Artpop beschreiben.
Marina Zettl veredelt dies alles mit einer fesselnd schnörkellosen, klaren Stimme, die, wenn man sich an einen Vergleich heran wagt, ein wenig nach der französischen Sängerin Zaz oder auch wie Sophie Hunger aus der Schweiz klingt. Ihre erfrischend natürlich quirlige Art ist die perfekte Vollendung für eine gelungene Performance.
 

Donnerstag, 18. Dezember 2014

HARLEQUIN´S GLANCE (Österreich)

Blues.Folk.Soul & Co

Gernot FELDNER - Gitarre, Gesang, Banjo, Orgel, Klavier, Mundharmonika
Stephan STEINER - Fidel, Nyckelharpa, Akkordeon
Alex GANTZ - E-Gitarre, Lap Steel-Gitarre
Martin MIXAN - Kontrabass, Klarinette, Posaune
Daniel KLEMMER - Schlagzeug, Perkussion
Beginn: 20:00
Eintritt: € 20 / Stud. € 12  
 
Umjubelt bei Auftritten auf Festivals und in Clubs sowie mit ihren mittlerweile drei veröffentlichten CDs sind Harlequin‘s Glance in den Augen mancher Kritiker und vieler Fans momentan Österreichs wichtigste Vertreter eines zeitgemäßen und sehr eigenständigen Folk-Rock. Mit schwerelosen Balladen und schrägen Uptempo-Songs, Einflüssen aus Folk, Cajun, Balkan, Bluegrass, Klezmer und Americana sowie dem virtuosen Einsatz teils außergewöhnlicher Instrumente wie der schwedischen Nyckelharpa, der lap steel guitar und des Waschbretts, begeistern sie mittlerweile ein großes und enthusiastisches Festival- und Clubpublikum in ganz Mitteleuropa. Die Mixtur aus kerosingetränkten Polkas, urbaner Hinterhof-Romantik, stürmischem Irish Folk und melancholischen Balladen ist besonders live ein Erlebnis - denn dann erst kann man das Knarren von Gernot Feldners Stimme so richtig spüren, dann erst sieht man die Violine von Stephan "Stoney" Steiner und die Gitarre von Alex Gantz rauchen. Das ist aber nur eine Seite der Medaille. Man merkt, die Musik und ihre Arrangements sind behutsam und in aller Ruhe gewachsen und gereift, wie guter Wein. Trotzdem ist die Truppe extrem dynamisch. So treffen lässige Rhythmen auf rotzige E-Gitarren-Riffs, die Stimme von Gernot Feldner untermalt die Gemütlichkeit und Nonchalance der Songs mit ihrem leicht rauchigen Charakter und erinnert an einen Zirkusdirektor, der auf humoristische Art seinen (Musik)Akrobaten vorsteht. Man merkt den fünf grandiosen Individualisten an, dass sie stets eine wunderbare Zeit miteinander auf der Bühne haben... und das Publikum mit ihnen!
 

Donnerstag, 8. Jänner 2015

GROSSMÜTTERCHEN HATZ SALON ORKESTAR (Österreich)

Gypsy/Balkan/Klezmer

Franziska HATZ - Akkordeon, Gesang
Richie WINKLER - Saxophon, Klarinette
Simon SCHELLNEGGER - Viola
Julian PIEBER - Perkussion
Beginn: 20:00
Eintritt: € 20 / Stud. € 12  
 
"Das Großmütterchen kennt keinen Genierer! Mischt einfach Balkanfolklore mit südamerikanischen Rhythmen, Klezmer mit Chanson und Russen-Disco mit Jazz. Und das dermaßen spielfreudig und virtuos, dass es den Putz nur so von den Wänden fetzt." (Peter Blau, Radio Wien)
Franziska Hatz, Namensstifterin dieser Formation, agiert alles andere als großmütterlich und rührt mit ihrem spielfreudigen Salon Orkestar, seit seiner Gründung 2010, kräftig in der österreichischen Konzertszene um. "Orkestar" wohlgemerkt und nicht "Orchester", ist bereits ein deutlicher Hinweis auf das Balkaneske, das zusammen mit einem kräftigen Schuss Klezmer, Salon-Tango und auch Brasilianischem dargeboten wird. Aber auch Pop, Folk-Rock, Ska und Jazz beeinflussen diese vierköpfige Gruppe, deren facettenreiche Auftritte mit Energie, Souveränität und viel Humor bestechen.
Aufgewachsen an der südoststeirischen Grenze zu Slowenien, erhielt Franziska Hatz bereits als Kind klassischen Akkordeon-Unterricht.
Auf der Suche nach Ihren Wurzeln stieß sie vor allem auf traditionelle Musik aus Ungarn, Rumänien und Mazedonien. Nach ausgedehnten Reisen am Balkan folgt ein längerer Aufenthalt in Brasilien, wo sie zusätzlich mit dem südamerikanischen Rhythmusgefühl infiziert wird.
Neben der Organisation der Truppe trifft sie die Auswahl des Repertoires, führt durchs Programm und sorgt fürs Outfit. Außerdem verleiht sie dem Orkestar stimmlichen Ausdruck mit Witz, Charme und Gefühl.
Die BandkollegInnen, allen voran der musikalische Leiter der Band Richie Winkler, spielten bis dato mit Größen wie Randy Brecker, Dean Bowman, DJ Shantel, in Gruppen wie dem Bucovina Club Orkestar oder dem Sandy Lopicic Orkestar.
Großmütterchen Hatz Salon Orkestar - zwingend tauglich zum Zuhören ebenso wie zum ausgelassenen Tanzen.
 

Donnerstag, 15. Jänner 2015

ALMA (Österreich)

Lokal Kolorit

Julia LACHERSTORFER - Violine, Gesang
Evelyn MAIR - Violine, Gesang
Matteo HAITZMANN - Violine, Gesang
Marie Theres STICKLER - steierische Harmonika, Gesang
Marlene LACHERSTORFER - Kontrabass, Gesang
Beginn: 20:00
Eintritt: € 20 / Stud. € 12  
 
Dass Volksmusik unverändert ist und bleibt, was sie immer schon war? Das muss nicht sein, sagen sich die vier jungen Damen und der Herr von Alma und machen sich daran, das althergebrachte Liedgut konsequent und mit Raffinesse weiterzuentwickeln. Alma spielt nicht nur, sondern spielt sich mit Volksmusik, stellt sie in einen zeitgenössischen Kontext und erschafft damit Musik, die mitunter experimentell und sehr neu klingt.
Alle Bandmitglieder sind in musizierenden Familien aufgewachsen, die Auseinandersetzung mit traditioneller Musik spielte von Kindesbeinen an eine ebenso große Rolle wie zur Schule gehen oder Radfahren. Was sich aus dieser Leidenschaft fast wie von selbst verstand, war der Weg an eine akademische Institution, um sich am Instrument weiterzubilden, sowie die Gründung einer Vielzahl an Ensembles unterschiedlicher Musikstile - inklusive erfolgreichem Abbruch oder Abschluss dieser Initiativen. Geigerin Julia Lacherstorfer kennen wir in der Sargfabrik schon von den Gruppen "Ramsch und Rosen", "Neuschnee" oder "Aufstrich". Bei einem Blick in unser Programm zeigt sich, dass auch Akkordeonistin Marie Theres Stickler sehr umtriebig ist: Nicht nur bei Alma, auch bei "Martin Spengler und die foischn Wiener" und bei Amanda Rotters "Kabane 13" ist sie zu hören.
René Freund schreibt im Booklet-Text zu Almas auf col legno 2013 erschienen Debüt-Album "Nativa":
"Alma sind lässig, ohne nachlässig zu sein. Cool, ohne kühl zu sein. Sie sind gescheit, aber nicht intellektuell, gefühlvoll, aber nicht sentimental, virtuos auf jeden Fall, aber das müssen sie nicht zeigen. Wenn sie es tun, dann mit einem Augenzwinkern. In ihrer Musik vereinen sich Tradition, Improvisation und Innovation zu einem äußerst lebendigen Neuen."
 

Freitag, 16. Jänner 2015

Personale: GOLNAR SHAHYAR (Iran, Österreich, Serbien)

Jazz, Oriental

Golnar SHAHYAR - Gesang
Mahan MIRARAB - Gitarre, Setar (persische Langhalslaute)
Martin HEINZLE - Kontrabass
Shayan FATHI - Schlagzeug/Perkussion
Mona Matbou RIAHI - Klarinette, Bassklarinette, Gesang
Jelena POPRZAN - Gesang, Viola, Setar
Beginn: 20:00
Eintritt: € 20 / Stud. € 12  
 
Golnar Shahyar ist eines der ganz großen, neuen Talente der österreichischen Musikszene. Geboren und aufgewachsen in Teheran, zog sie 16jährig mit ihren Eltern nach Kanada, wo sie später ihr Diplom in Biologie ablegte. Zunächst nur Hobby-Sängerin, wechselte Golnar nach Wien, um die Musik zu ihrem Beruf zu machen. Den Feinschliff holt sie sich an der Musik-universität, denn auf der Bühne agiert sie bereits durch und durch professionell. Mit ihrer nuancenreichen Stimme, ihrer hypnotischen Ausstrahlung und starken Bühnenpräsenz hat sie das Zeug zur ganz großen Sängerin.
Die Personale Golnar Shahyar stellt die großartige Künstlerin ins Zentrum und präsentiert sie mit den Mitmusikern und -musikerinnen ihrer zahlreichen Projekte. Mit dabei sind Mona Matbou Riahi und Jelena Poprzan aus dem innovativen Weltmusik-Trio Sormeh und Martin Heinzle, Bassist der Ethnojazz-Formation Choub. Gespielt wird hauptsächlich die Musik ihres neuesten Projekts Sehrang, was aus dem persischen übersetzt "drei Farben" bedeutet. Gemeint sind damit die drei jungen iranischen MusikerInnen, die auf der Suche nach ihren musikalischen Ursprüngen, einige afrikanische und westliche Einflüsse mitnehmen. Die selbstgeschriebenen Texte beinhalten klassische und moderne iranische Poesie. Sehrang ist ein dreifarbiger Regenbogen mit der Sängerin Golnar Shahyar, ihrem langjährigen Projektpartner Mahan Mirarab an der Gitarre und dem exzellenten Perkussionisten Shayan Fathi.
Die iranisch-serbisch-österreichische Zusammenkunft verspricht virtuose Stücke, herzerwärmende Melodien und eine knisternde Atmosphäre.
 

Mittwoch, 21. Jänner 2015

MANDYS MISCHPOCHE / KABANE 13 (Ö, Ukraine, Griechenland, Türkei)

World, Wienerlied

Mandys Mischpoche
Amanda ROTTER - Gesang
Alexander SHEVCHENKO - Akkordeon
Antonis VOUNELAKOS - Gitarre
Hannes LASZAKOVITS - Kontrabass
Levent TARHAN - Perkussion

KABANE 13
Amanda ROTTER - Gesang
Stefan ANGERER - Gitarre, Gesang
Marie Theres STICKLER - Knopfharmonika, Gesang
Beginn: 20:00
Eintritt: € 20 / Stud. € 12  
 
Wien ist seit jeher ein Melting-Pot verschiedenster Kulturen. Und genau hier, wo eigentlich der Balkan beginnt, hat die Sängerin Amanda Rotter ihre musikalische Heimat gefunden. In eine jüdische Familie hineingeboren, beschäftigt sie sich bereits seit frühester Kindheit mit Schauspiel und Gesang. Seit vielen Jahren ist Amanda als Konzertmanagerin im Konzerthaus erfolgreich tätig und programmiert dort u.a. den Weltmusik-Zyklus. Musik zu machen und damit ihre multikulturellen Wurzeln in künstlerischer Form zu verarbeiten, wird aber wohl immer ihre Herzensangelegenheit bleiben.
In der von ihr gegründeten Formation Mandys Mischpoche schart sie musikalische Grenzgänger um sich, die das Jiddische in ihrer Musik ebenso hochhalten wie das Sephardische, Griechische, Türkische oder Kroatische. So entsteht eine schlüssige, von Amanda Rotter mit Charme und natürlicher Frische interpretierte wiener-osteuropäisch-balkanisch-levantinische Stilmischung, in der auch ein Hermann Leopoldi mit seinem "Schön is‘ so ein Ringelspiel" seinen Platz findet. Kulturelle Diversität als künstlerische Ausdrucksform also. Musik als Tanz der Kulturen.
Den in der alpenländischen Musik und im irischen Folk verwurzelten Stefan Angerer und Amanda Rotter verbindet das Bedürfnis, eine Verschmelzung von musikalischem Charme, Sentimentalität, Witz, Bissigkeit und zeitloser Sozialkritik zum Ausdruck zu bringen: so landeten sie beim Wienerlied. Von Marie-Theres Stickler an der Wiener Knopfharmonika unterstützt, sind sie Kabane 13. Der breite Bogen von alten Wienerliedern und Tänzen bis zu Jazzstandards auf Wienerisch und Eigenkompositionen entführt in eine Stadt, in der sich die Welt vielleicht doch ein bisschen langsamer dreht...
Ein Abend mit Amanda Rotter - wo sich Klezmermusik mit dem Wienerlied ein Stelldichein gibt!
 

Donnerstag, 22. Jänner 2015

HARMONIA GARDEN (Ungarn)

Gypsy Swing

Miklós BALOG - Violine
Márk HORVÁTH - Gitarre
Viktor JAKAB - Gitarre
Gergely OLÁH - Dulcimer
Pál LOMBOS - Kontrabass
Edina "Mókus" SZIRTES - Gesang
András PAGONYI - Akkordeon
Beginn: 20:00
Eintritt: € 20 / Stud. € 12  
 
Der Garten im Bandnamen der 2006 gegründeten Harmonia Garden ist wohl am ehesten ein Dancefloor im Grünen. Die siebenköpfige Band bepflanzt ihn mit einer breiten Palette von Stilen wie dem Jazz oder Bossa Nova, wuchert gekonnt im ungarischen Csárdás oder veredelt ihn mit einem Tango. Auf außerordentlich hohem instrumentalem Niveau übertragen die Musiker weltbekannte Film- und TV-Musik (von The Flintstones bis zu The Godfather) sowie klassische Hits (wie "Sunny", "Carol" und "Pump up the Jam") in ihren individuellen Hybrid-Sound und haben damit bereits großen Erfolg in ihrer Heimat. Ungewöhnliche Ausprägungen erzielen sie durch die Integration traditioneller Folk-Instrumente, wie dem Akkordeon oder dem Cimbalom, in ihre eklektischen Harmonien. Die schönste Blüte ist wohl die einzigartige Stimme der Sängerin Edina Szirtes. Die Musik von Harmonia Garden ist beides: Unterhaltung und auserlesene Delikatesse für Feinschmecker. Ihre Spezialität ist ein Stilmix aus französischem Gypsy Swing und traditionellem ungarischem Sound. Eine herzerwärmende Dosis "Hungarian Django Swing" ist garantiert!
 

Freitag, 23. Jänner 2015

REMASURI (Österreich)

Wiener Dialektmusik

Christoph "Herr Wirt" MICHALKE - Gesang, Geschichten
Maria "Frau Marie" MITTERLEHNER - Gesang
"Sinnierer-Koal" Carl MAJNERI - Gitarre
Jürgen "da Dokta" MITTERLEHNER - Saxophon
Tino "Kistenmann" KLISSENBAUER - Akkordeon
Stefan "grüner Tee" MAYRHOFER - Bass
Peter "sie nannten ihn" BARBORIK - Schlagwerk
Beginn: 20:00
Eintritt: € 20 / Stud. € 12  
 
Das Remasuri ist ein Wirtshaus in Ottakring. Die Remasuri-Partie ist der Wirt mit seinen Stammgästen. Remasuri macht gefühl- und gehaltvolle, musikalisch vielseitige, bisweilen witzige (wenn auch keineswegs depperte) Lieder aus Wien.
Seit mittlerweile zehn Jahren treibt Remasuri in der Dialektmusikszene sein Wesen und schnappt sich mit den musikalisch vortrefflich hinterlegten Geschichten aus dem gleichnamigen Vorstadtwirtshaus Alt und Jung, Mann und Frau, Hackler und Professor - und lässt sie nicht mehr los. Ihre Live-Auftritte sind legendär! Die Spielfreude ist zu deutlich spürbar, um nicht echt zu sein. Der Funke zu heiß, um nicht auf das Publikum überzuspringen. Bei Remasuri verbrüdern sich Unterhaltung und Tiefgang. Magenstamperl und Schenkelklopfer tanzen Ringelreia. Und die Zuhörer möchten mitsingen, -weinen, -lachen.
Ihr bereits fünftes Album "Pinsch" (auf dem unter anderem Willi Resetarits und Julia Lachersdorfer als Gäste zu hören sind) ist, "so wie alle Alben davor, ihr bestes" (O-Ton "Herr Wirt" Michalke). Famose Texte im Wiener Dialekt, vor Spielfreude überschäumende Musik und mit unsäglicher Lust und Lässigkeit hingepfefferte Arrangements. Damit ist "Pinsch" die konsequente Fortsetzung einer lebensfrohen Geschichte. Remasuri eben.
 

Dienstag, 27. Jänner 2015

FRÄULEIN HONA (Österreich)

Songs

Kerstin ECKERT - Gesang, Gitarre, Klavier, Perkussion, Melodica
Melanie KÜNZ - Gesang, Gitarre, Cello, Perkussion, Glockenspiel, Melodica
Johanna SCHMID - Gesang, Gitarre, Klavier, Cello, Ukulele, Perkussion
Judith PRIELER - Gesang, Violine, Glockenspiel, Perkussion
Beginn: 20:00
Eintritt: € 18 / Stud. € 11  
 
Aufgepasst, mit Fräulein Hona scharrt eine Band in den Startlöchern, die durchaus das Potential hat, in einem größeren Ausmaß auf sich aufmerksam zu machen. Fräulein Hona besitzt nämlich alles, was eine Band von Klasse haben muss, um Beachtung geschenkt zu bekommen, Songs, die unter die Haut gehen, eindringliche Melodien, die sich vom ersten Moment an in den Gehörgängen festsetzen um diese nicht mehr so schnell zu verlassen und natürlich viel, viel Tiefe und Gefühl. Was sich dem ersten Eindruck nach vielleicht musikalisch bekannt liest, entpuppt sich letztlich aber erfreulicherweise als ein sehr eigenständiger und gelungener Versuch einer Interpretation dessen, was man unter dem Begriff Acoustic-Folk üblicherweise versteht .
Die Songs von Fräulein Hona haben etwas sehr Ursprüngliches an sich, etwas sehr Authentisches und Ungekünsteltes, das in Sachen Tiefgang über das sonst so im Folk-Kontext Dargebotene doch weit hinausgeht. Man hört, dass hier vier Musikerinnen am Werken sind, die eine exakte Vorstellung davon haben, in welche Richtung sie gehen wollen. Ihren Sound weit abseits jeder Pop-Massenware ansiedelnd, gelingt es den vier jungen Damen auf sehr schöne und auch erfrischend dezente Weise, ihre eigenen Akzente zu setzen, sei es mit einem Mehr an klanglicher Vielfalt, den mehrstimmigen Gesangsparts oder einfach mit den auffallend abwechslungsreichen Arrangements. Die Formation versteckt sich nicht hinter großen Gesten - deswegen fühlt sich Fräulein Hona bei Konzerten, wo man dem Publikum sehr nahe ist, am wohlsten.