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Dienstag, 23. März 2010

KOUYATÉ / NEERMAN (Mali, Frankreich)

Dialog von Holz und Metall / Simply more than jazz

Lansiné KOUYATÉ - Balafon
David NEERMAN - Vibraphon
Antoine SIMONI - Bass
David AKNIN - Schlagzeug


Sie werden eher selten zusammengebracht oder stehen gar als Solo-Instrumente im Vordergrund: Lansiné Kouyaté, der Mandinka-Balafon-Virtuose aus Mali und der französisch-britische Vibraphonist David Neerman führen einen sensiblen, entfesselten Dialog von Holz und Metall. Es gelingt ihnen die beiden verwandten Instrumente aus der Familie der Stabspiele gemeinsam erklingen zu lassen - gleichzeitig so nah beieinander und dann doch so weit von einander entfernt in Bauweise, Klangcharakteristik, Spieltechnik und Repertoire.

Die Begegnung von Balafon und Vibraphon lebt von Wechselspiel und Kontrast: hier der warme, archaisch anmutende Sound, da das Kühle, Unwirklichere des mal harten, verzerrten bis sphärisch schwebenden Post-Jazz. Im brüderlichen Musizieren verbinden die beiden Mallet-Meister Afro-Beats, lyrischen Modernjazz à la Gary Burton, Experimente mit elektronischen Verfremdungen, Dub und repetitive, sich in einander windende Muster der Minimal-Music. Hohe Improvisationskunst, die unmissverständlich in der traditionellen afrikanischen Musik wurzelt mit wirbelnden westlichen Harmonien.

Auf der einen Seite also Freigeist Neerman, unterwegs in seiner eigenen Umlaufbahn innerhalb der Kreativszene. Mitglied im Quintett der koreanischen Sängerin Youn Sun Nah ist er genauso zuhause im zeitgenössischen Post-Jazz wie er sich zurechtfindet in den urbanen Klängen der spontanen Spoken Word-Performances von Anthony Joseph & The Spasm Band. Sein Verständnis und seine Neugier erstrecken sich auf alle Arten von Musik, von Morton Feldman bis Sonic Youth, ständig auf der Suche nach Neuem ist er ein Experimental-Musiker par excellence.

Auf der anderen das einstige Wunderkind Kouyaté, der in jungen Jahren bereits mit dem Nationalorchester seiner Heimat auftrat. Später begleitete er mehrere Jahre die Tourneen von Salif Keita und kooperierte mit Größen wie Mory Kanté, Baaba Maal, Dee Dee Bridgewater, Omar Sosa aus Kuba und der senegalesischen HipHop-Formation Positive Black Soul. Auch Kouyaté ist ein kühner Experimentierer, der von Béjarts Ballet bis Joe Zawinul die alten, traditionsreichen Klänge des Balafons mit den verschiedensten Sprachen der E- und U-Musik verbindet.

Zuletzt sorgten Kouyaté-Neerman für große Sensation, als sie auf Einladung von Damon Albarn bei der Africa Express Party in Paris gemeinsam mit Ms. Dynamite spielten.

“A new language rises from their dialogue” (Télérama).

Mit freundlicher Unterstützung von Institut Francais

Beginn: 20:00 / Eintritt: 20,-

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Rita Chiarelli Blues Trio mit Streicherinnen

Rita ChiarelliStreichertrio
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Beginn: 20:30 / Eintritt: 20,-

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blues & roots session

blues session
Beginn: 21:00 / Eintritt: Frei!

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Dana Gillespie & Joachim Palden Trio feat. Mike Sponza

Die Großmeisterin des britischen Blues ist zu einer Institution dieser Musik in Wien geworden - wie immer dabei der grandiose Pianist Joachim Palden - erstmals im JAZZLAND der Gitarrist/Sänger Mike Sponza aus Triest
Beginn: 21:00

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